Wie viel von der wirtschaftlichen Tätigkeit eines Unternehmens kommt tatsächlich in der Region an? Diese Frage ist gerade für Unternehmen relevant, die sich als regional verankerte Arbeitgeber, Auftraggeber und Investoren verstehen. Eine Standortbilanz macht diese wirtschaftliche Wirkung systematisch sichtbar.

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Für die HanseWerk-Gruppe lautet ein zentrales Ergebnis: Von jedem ausgegebenen Euro verbleiben 60 Cent in Norddeutschland. Die von CONOSCOPE für das Jahr 2025 erstellte Standortbilanz zeigt, welche volkswirtschaftliche Bedeutung hinter dieser regionalen Verankerung steht.
Demnach erzeugt die Geschäftstätigkeit der HanseWerk-Gruppe rund eine Milliarde Euro regionale Wertschöpfung. Hinzu kommen rund 134 Millionen Euro an Steuern und Abgaben, die in der Untersuchungsregion verbleiben. Neben mehr als 2.300 eigenen Beschäftigten sind knapp 5.000 weitere Arbeitsplätze mit den Aufträgen und wirtschaftlichen Verflechtungen der Unternehmensgruppe verbunden.
Wirtschaftliche Wirkung über die eigenen Standorte hinaus
Die regionalwirtschaftliche Bedeutung eines Unternehmens endet nicht an seinen Standorten und lässt sich auch nicht allein anhand der unmittelbar Beschäftigten beurteilen. Investitionen, Aufträge, Löhne, Steuern und der Bezug regionaler Leistungen lösen zusätzliche wirtschaftliche Effekte aus. Davon profitieren unter anderem Lieferanten, Dienstleistungsunternehmen, Beschäftigte und öffentliche Haushalte.
Diese Wirkungsketten untersuchen wir mit unseren Standortbilanzen. Grundlage sind die unternehmensbezogenen Zahlungs- und Leistungsströme. Zunächst wird analysiert, welcher Anteil der Ausgaben und wirtschaftlichen Aktivitäten innerhalb der jeweiligen Untersuchungsregion verbleibt. Anschließend werden mithilfe einer regionalisierten Input-Output-Analyse die wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen den beteiligten Branchen berechnet.
Dabei werden unterschiedliche Wirkungsebenen betrachtet:
- direkte Effekte aus der eigenen Geschäftstätigkeit,
- indirekte Effekte entlang der Liefer- und Dienstleistungsketten,
- sowie, abhängig von der Fragestellung, induzierte Effekte durch Einkommen, Konsum und zusätzliche Nachfrage.
Komplexe Zusammenhänge in belastbaren Kennzahlen
Die Analyse übersetzt volkswirtschaftliche Verflechtungen in nachvollziehbare Kennzahlen. Dazu gehören insbesondere die erzeugte Wertschöpfung, die Beschäftigungswirkung, die entstehenden Einkommen, regionale Verbleibsquoten sowie Steuer- und Abgabeneffekte.
Für regional verankerte Unternehmen ist eine Standortbilanz deshalb mehr als eine volkswirtschaftliche Modellrechnung. Sie schafft eine belastbare Grundlage für die Kommunikation mit Politik und Kommunen, Mitarbeitenden, Geschäftspartnern und Öffentlichkeit. Gleichzeitig zeigt sie, welchen konkreten Beitrag ein Unternehmen zur wirtschaftlichen Stabilität und Entwicklung seiner Region leistet.
Die Standortbilanz der HanseWerk-Gruppe verdeutlicht, wie sich regionale Verantwortung nicht nur beschreiben, sondern anhand überprüfbarer wirtschaftlicher Effekte beziffern lässt.
Regionalität ist zunächst ein unternehmerischer Anspruch. Eine Standortbilanz macht daraus eine messbare wirtschaftliche Wirkung.